Über die Glasmanufaktur

Das wichtigste über unsere Geschichte auf einen Blick 1949:

  • 1949: Gründung durch sudetendeutsche Glasmacher und Schleifer
  • Nördlichste Glashütte Deutschlands
  • Einzige Glashütte in Sachsen-Anhalt
  • 60er Jahre: Angliederung an die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
  • 1993: Übernahme der Glasmanufaktur durch das Land Sachsen-Anhalt
  • 2004: Privatisierung der Glasmanufaktur
  • Seit 2004: Umfassende Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen
  • 2006: Verleihung des Tourismuspreises Sachsen-Anhalt
  • 2013: Übertragung in die Gerhard Bürger Stiftung 
  • 2016: Ca. 250.000 Besucher pro Jahr
  • 2017: Neubau des Schmelzofens und Umbau der "ManufaktOur" mit Erweiterung durch ein Erlebniskino

Die Gerhard Bürger Stiftung

Nach einer mehrmonatigen Vorbereitungszeit wurde am 12. August 2013 die Gerhard Bürger Stiftung mit Sitz in Blankenburg (Harz) OT Derenburg gegründet. Der Stifter Gerhard Bürger, seit 2004 alleiniger Eigentümer der Glasmanufaktur Harzkristall in Derenburg, will vor allem die Möglichkeiten des Unternehmens für die Zwecke der Stiftung nutzen. Die Gründungsveranstaltung fand im Beisein des Stifters und des Kuratoriums statt, dass mit namhaften Persönlichkeiten aus der Region besetzt ist.

Das Kuratorium bilden Dr. Michael Ermrich (Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes) als Vorsitzender, Andreas Ebert (Geschäftsführer STRATIE-Bau GmbH, Blankenburg), Kai Schürholt (Geschäftsführer Cellerar GmbH) und Rolf Rühmeier (Unternehmensberater, Göttingen). 

Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Denkmalschutz- und Pflege sowie Förderung der Erziehung, Berufsbildung und Studentenhilfe. So sollen unter anderem Projekte unterstützt werden, die dem Erhalt und der Fortentwicklung der Tradition der Glasmacherkunst dienen.


UNESCO Geopark

Die Glasmanufaktur Harzkristall ist seit 2007 Netzwerkpartner des 18. Europäischen Geoparks "Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen."! Am 27. Februar 2008 wurde an der Glasmanufaktur offiziell das Landmarkenhinweisschild am Gebäude angebracht, um die Mitgliedschaft für alle Gäste sichtbar zu machen. In den Verkaufsräumen befindet sich ein Informationskartensystem, in dem alle Landmarken des UNESCO-Geoparks "Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen" vertreten sind. Die Landmarke 8, der die Glasmanufaktur angehört, wurde als eine der ersten Publikationen in die englische Sprache übersetzt und somit dem touristischen Markt zweisprachig zugänglich.

Weitere Infos zum Thema Geopark


Unsere Außenanlage

 
Der Abenteuerspielplatz

Im Glaszauberland, auf dem "schönsten Spielplatz Sachsen-Anhalts", können sich Kinder aller Altersgruppen austoben. Schaukelbrücken, Seile, Türme und andere Geräte lassen keine Langeweile aufkommen. Ergänzt wird der Spielplatz durch einen kleinen Lehrpfad zum Thema Glas. Dieser Erlebnisspielplatz zählt wohl zu den schönsten und größten Spielplätzen im Harz. Das besondere Highlight ist der große Sprunghügel.



 
Der Hüttengarten mit Parkoase

Das gesamte Außengelände wurde mit viel Liebe und Fantasie zu einer weitläufigen Parkanlage, einer "grünen Oase", umgestaltet, die Jung und Alt zum Entspannen und Verweilen einlädt. Mitten im Park plätschert ein Wasserfall über einen kleinen Bachlauf in den Teich am Biergarten.

Gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Martin Heimer wurde im Jahr 2012, nach Anregung des Geschäftsführers der Glasmanufaktur, mit der Ideenfindung zur Umgestaltung des ehemaligen Deponiegeländes begonnen. Ziel sollte es sein, die Freiflächen im Außengelände für die zahlreichen Besucher attraktiver zu gestalten und das brachliegende Gelände aufzuwerten. Vom neugestalteten Hüttengarten aus hat man einen einmaligen Blick auf die blühende Blumenpracht, den Brocken, das Schloss Wernigerode und die Harzer Landschaft.

Zahlen und Fakten:
  • 10.000 m² Gesamtfläche
  • Eigener Wasserfall mit Bachlauf
  • Insgesamt 17.000 Rosen- und Bodendeckerpflanzen, Sträucher und Bäumen
  • 3.300 m² Obst- und Zierbäume sowie Zier- und Obststräucher und erhaltener Baumbestand
  • 50 Obst- und Zierbäume sowie 300 Zier- und Obststräucher
  • 400 m² Blumenwiese mit verschiedenen Samenmischungen
  • 90m² Weintraube Vitis vinifera "Solaris"

Tourismuspreis 2006

 
Die Glasmanufaktur Harzkristall wurde mit dem Tourismuspreis 2006, der höchsten Auszeichnung, die das Land Sachsen-Anhalt vergibt, ausgezeichnet. 22 andere Projekte wurden im Rahmen des Wettbewerbes eingereicht. Mit dem Schlagwort „Glaserlebniswelt bereichert Harzangebot!“ würdigte Staatssekretär Detlef Schubert das Engagement der Glasmanufaktur Harzkristall. Der Preisträger habe durch die in kürzester Zeit erfolgte touristische Neuorientierung eines ehemals staatlichen Betriebes überzeugt, teilte die Landesmarketinggesellschaft (LMG) mit.

Die Glaserlebniswelt mit dem Rundgang "ManufaktOur" bereichere das touristische Angebot im Harz. Beispielhaft sei auch die Zusammenarbeit mit der Landesgartenschau Wernigerode, deren einzige Außenstelle in Derenburg zu finden war, ebenso wie die im Aufbau befindliche Zusammenarbeit mit anderen touristischen Leistungsträgern wie dem Harzer Verkehrsverband oder einzelnen Hotel-Kooperationspartnern.

Die Glasmanufaktur Harzkristall erhielt neben der reinen Auszeichnung auch eine finanzielle Zuwendung in Form eines Marketingpaketes  der Landesmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt. Damit wurde der Glasmanufaktur die Möglichkeit gegeben, sich an Marketingaktionen des Landes Sachsen-Anhalt in größerem Umfang zu beteiligen.

1. Glasdesign-Wettbewerb

 
Glasdesign-Wettbewerb der Gerhard Bürger Stiftung und Glasmanufaktur Harzkristall begeistert mit kreativen Beiträgen

Im Jahr 2016 hatten die Gerhard Bürger Stiftung und die Glasmanufaktur Harzkristall in Derenburg erstmals einen Wettbewerb ausgeschrieben, der sich an Studenten im In- und Ausland richtete, die sich mit dem Design von Glasprodukten beschäftigen. Aufgabe war es, einen „Beleuchtungskörper aus Glas“ zu entwerfen. Der Wettbewerbsbeitrag sollte den Vorteil des Materials Glas als Lichtquelle herausstellen und auch die aktuelle Entwicklung der Beleuchtungstechnologie (LED) berücksichtigen. Die Ausschreibung fand großes Interesse. Es beteiligten sich schließlich mehr als 50  Studentinnen und Studenten fünf deutscher Hochschulen und der dänischen Universität Kolding, erklärte Rolf Rühmeier, Kuratoriumsmitglied der Gerhard Bürger Stiftung bei der Preisverleihung. Die Möglichkeit, ihre Ideen direkt in der Hütte der Glasmanufaktur Harzkristall umzusetzen, wurde von fast allen Nachwuchs-Designern gerne genutzt. Nicht alle Konzeptideen erwiesen sich als realisierbar, so dass am Ende 37 Beleuchtungsobjekte  zur Auswahl standen.

Die fünfköpfige Fachjury,  der unter anderem der aus Wernigerode stammende Künstler Otmar Alt angehörte, bescheinigte den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen „ein hohes Maß an Kreativität und interessante Gestaltungsgedanken mit dem Material Glas“. Die Möglichkeiten des Farbspiels mit Glas wurden ebenso genutzt wie die Kombination mit anderen Materialien. LEDs wurden sinnhaft und zum Vorteil des Beleuchtungskörpers eingesetzt.

  • Den 1. Preis (1.500 Euro und ein 4-wöchiges Praktikum in der Glasmanufaktur) erhielt Melanie Glöckner von der Kunsthochschule Burg Giebichenstein (Halle, Sachsen-Anhalt) 
  • Den 2. Preis (1.000 Euro und ein 2-wöchiges Praktikum) belegten als Team Robin Hoske und Felix Rasehorn von der Kunsthochschule Berlin Weißensee.
  • Der 3. Preis (500 Euro und ein 1-wöchiges Praktikum) ging an Monika Weinfurter von der Glasfachschule Zwiesel.

Die gute Arbeit der studentischen Teilnehmer wurde durch die Fachjury mit sieben weiteren Belobigungen ausgezeichnet. Die Gerhard Bürger Stiftung und die Glasmanufaktur Harzkristall waren mit dem Ablauf des Wettbewerbs zufrieden und kündigten die Ausschreibung eines 2. Glasdesign-Wettbewerbs an. Der MDR hat mit einem Bericht über den Wettbewerb berichtet. 

Die Wettbewerbsbeiträge wurden anschließend für mehrere Monate in der Glasmanufaktur ausgestellt. Wir danken den Studenten der Hochschulen Kassel, Dessau, Halle, Berlin Weißensee, Zwiesel und Kolding für ihre Teilnahme.